Meine Oma nannte sie „Sgnapa“.
Unter ihrem Bett war immer eine kleine Apotheke davon greifbar – mit Enzian gegen Magenschmerzen, mit Pfefferminz für bessere Verdauung, mit Latschenkieferzapfen und Honig gegen Erkältungen, mit Kamillenblüten für einen ruhigen Schlaf – oder einfach pur, um nach einem harten Arbeitstag auf dem Acker ein wenig zu entspannen.
Schon als Kind sah ich Oma oft bei der Zubereitung ihres wertvollen „Nektars“ zu. Allein der Geruch des Grappa weckt in mir heute noch nostalgische Erinnerungen.
Da ein Schulfreund von mir eine Grappa-Destilleria besitzt, hatte ich schon früh die Möglichkeit meine Experimentierfreude in die Praxis umzusetzen und so entwickelten sich ständig neue individuelle Zusammensetzungen. In meiner Grappasammlung kommen aber auch viele etablierte, traditionelle Rezepte vor.
Allen gemein ist die sorgfältige und liebevolle Herstellung und natürlich sind sie alle vorab von mir höchstpersönlich verkostet.